Wall of Fame für die Jugend in Kirchlengern

21.04.2021, 08:00 Uhr | Kirchlengern
CDU-Ratsmitglied Carolin Ogoniak vor einer möglichen
CDU-Ratsmitglied Carolin Ogoniak vor einer möglichen "Wall of Fame"

Die CDU-Fraktion Kirchlengern möchte Jugendlichen legale Möglichkeiten bieten, sich in Zukunft an ausgewiesenen und gemeindeeigenen Flächen künstlerisch zu betätigen. Daher stellen die Christdemokraten jetzt den Antrag zu überprüfen, ob und welche Flächen zur Nutzung der Graffitikunst und -kultur genutzt werden können. 
 
 

"Seit mehr als 40 Jahren sind vorrangig Kinder und Jugendliche immer wieder von der Graffiti-Kultur fasziniert. Wir möchten daher anregen, dass die Gemeindeverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Area 34 und weiteren interessierten Jugendlichen Flächen findet, die künstlerisch genutzt werden können", erklärt Ideengeberin und CDU-Ratsmitglied Carolin Ogoniak den Antrag. Weiter führt Ogoniak aus: "Die legalen Sprühwände erweitern die Möglichkeiten der örtlichen Jugendarbeit und leisten einen Beitrag zur sinnvollen Freizeitgestaltung von Jugendlichen. Die Jugendlichen könnten sich an einer dafür vorgesehenen „Wall of Fame“ legal ausprobieren und darstellen."
 
Das Jugendzentrum hat in der Vergangenheit schon mehrere Workshops angeboten, in dem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer neben den Techniken des Sprühens auch mit den rechtlichen Aspekten auseinandersetzten. „Unter professioneller Anleitung auf große Leinwände zu sprühen, war schon für alle Teilnehmenden der vergangenen Workshops eine großartige Erfahrung“, so Helge Eifert vom Jugendzentrum Area 34. „Sich allerdings auf einer öffentlich zugänglichen und für alle sichtbaren Wand legal künstlerisch zu verewigen, würde einen noch viel größeren Reiz für die Jugendlichen darstellen.“ Das Jugendzentrum begrüßt daher das Vorhaben der CDU, denn auch in Zukunft planen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen des Ferienangebots Graffiti-Workshops anzubieten. „Sprayen ist für die meisten Jugendlichen neu und fremd, so dass alle unter gleichen Voraussetzungen miteinander im Workshop arbeiten.“, ergänzt Eifert und schätzt das bereichernde und konstruktive Klima in der heterogenen Gruppe, die das kreative Miteinander vereint.
aktualisiert von Torsten Henke, 21.04.2021, 08:45 Uhr